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Krankenhaus macht krank?

2019 gab es in Deutschland 2.799 durch den MDK und 1.858 durch die Gutachterkommissionen bestätigte Behandlungsfehler in Deutschland.
Beim MDK sind das knapp 20% der gemeldeten Fälle. Bei den Gutachterkommissionen über 30%.
Schätzungen gehen – durch die hohe Dunkelziffer – von bis zu 140.000 Arztfehlern pro Jahr in Deutschland aus.

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Risiko „Behandlungsfehler“ für Deutschlands Krankenhauspatienten

Fast 20.000 Patienten beschweren sich jedes Jahr wegen des Verdachts auf Ärzte- oder Behandlungsfehler beim MDK oder den Gutachterkommissionen.

Die Dunkelziffer ist hoch.
Nur ein Teil der Patienten geht zum MDK oder zur Gutachterkommission.
Nicht gezählt werden die Fälle, die ohne MDK oder Gutachterkommission von Patientenanwälten reguliert werden.
Behandlungsfehler sind also an der Tagesordnung, auch wenn der medizinische Standard in Deutschland objektiv hoch ist.

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2019 unterlaufen Ärzten wohl bis zu 140.000 Behandlungsfehler!

Offizielle Zahlen

Offizielle Zahlen gibt es zum einen vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Dieser wir auf Antrag des Kassenpatienten oder bei Verdacht durch die Krankenkasse eingeschaltet. Das Verfahren ist für den Patienten kostenlos. Für 2019 sind 14.100 gemeldete Fälle veröffentlicht, von denen 2.799 festgestellte Kunstfehler oder Aufklärungsfehler waren.
Offizielle Zahlen gibt es zum anderen von den Schlichtungsstellen (Gutachterkommissionen für Fragen ärztlicher Haftung bei den Bezirksärztekammern). 2019 waren von 5.972 eingeleiteten Verfahren 1.858 echte Fälle von Ärztepfusch.

Hohe Dunkelziffer
Es gibt seit Jahren die Vermutung (z.B. vom Vizegeschäftsführer der Medizinischen Dienste oder dem Aktionsbündnis Patientensicherheit), dass es eine hohe Dunkelziffer gibt.
Nach Studien, die nie zitiert werden, sollen auf einen bekannten Fall 30 unerkannte oder nicht veröffentlichte Fälle von Behandlungsfehlern oder Aufklärungsfehlern kommen.

Fast 140.000 Kunstfehler pro Jahr?
Ausgehend von den offiziellen Zahlen 2.799 (MDK) und 1.858 (Ärztekammern) kommt man so zu einer Zahl von 139.710 Ärztefehlern pro Jahr!

Das könnte sogar stimmen, weil z.B. wir in der Kanzlei in etwa 5 % der Fälle den MDK oder die Gutachterkommission einschalten. Die anderen regulieren wir anderweitig.

Klinikalltag

Verwechslung von Medikamenten.
Es gibt keine Statistik, aber es kommt oft vor, dass bei stationären Patienten die Tabletten verwechselt werden. Das kann schon beim Zusammenstellen der Medikation passieren, wenn es von einem Präparat mehrere Stärken gibt und die Pflegekraft versehentlich den falschen sogenannten Blister erwischt. Oder irrigerweise der Meinung ist, dass das vom Arzt in der Anordnung vermerkte Medikament den gleichen Wirkstoff enthält wie das Präparat aus der Krankenhausapotheke. Oder die Schrift ist nicht zu entziffern. Oder ein Patient z.B. erhält versehentlich das Tablettenschälchen seines Nachbarn. Bei Blutdrucktabletten mag das noch harmlos sein. Bei der Zusammensetzung der Chemotherapie hat das fatale Auswirkungen.

Verwechslung von Blutkonserven.
Blutkonserven sollten heutzutage nicht mehr verwechselt werden können. Vor jeder Bluttransfusion muss die Verträglichkeit durch einen Koagulationstest geprüft werden.

Falsche Diagnose im Krankenhaus
Die richtige Diagnose erfordert lange Erfahrung.
Viele Beispiele kommen aus der Mammografie. Viele Patientinnen erhalten im Rahmen ihrer Brustkrebsvorsorge den falschen Befund Brustkrebs. Nach der Operation stellt sich in der pathologischen Untersuchung heraus, dass kein bösartiges Gewebe vorhanden ist.
Unklare Befunde sind relativ häufig. Nicht immer klären die Ärzte ihre Diagnosen bis zur Beseitigung von Zweifeln ab. Oftmals ist die Diagnostik sehr teuer.

Falsche Behandlung
Schwierig sind Therapieentscheidungen bei chronischen Erkrankungen oder mehreren Therapieoptionen.
Beispiel metastasiertes Lungenkarzinom. Der Primärtumor ist operativ zu entfernen. Schwierig ist danach die Behandlung der Metastasen. Metastasen sehen alle gleich aus. Was sich aber genetisch dahinter verbirgt, bleibt oft unklar. Es gibt eine Unzahl von Behandlungsmöglichkeiten mit verschiedenen Zytostatika, unterschiedlichen Dosierungen, Wiederholungen etc.. Alternativen sind Bestrahlungen oder ggfs. eine Immuntherapie.

Gefahren bei der Anästhesie
Zu den Risiken einer Vollnarkose gehören die falsche Intubation, bei der der Beatmungsschlauch in die Speiseröhre statt der Luftröhre eingeführt wird. Bei rund einem Viertel aller Vollnarkose tritt eine postoperative Übelkeit mit Erbrechen auf. Bei Teilnarkosen in Form von Periduralanästhesie und Spinalanästhesie sind Blutungen und Hämatome an der Einstichstelle die häufigste Komplikation.

Falsche Injektionen und Infusionen
Jede Infusion und jede Injektion stellt einen Eingriff in den Körper dar. Daher dürfen diese nur von Ärzten und speziell geschultem medizinischem Personal vorgenommen werden. Die Gefahr, dass ein Nerv getroffen wird, besteht bei intramuskulären Injektionen. Injektionen in große Nerven sind außerordentlich schmerzhaft und können diesen nachhaltig schädigen und zum Absterben bringen.

Organschäden, Nervenschäden
Werden Nerven und Blutgefäße geschädigt, hat das schwere Folgen.
Nervenbeschädigungen führen zu Sensibilitätsstörungen, Taubheit oder Lähmungserscheinungen.
Bei offenen Operationen kann es zu Beschädigungen innerer Organe kommen. Das gilt beispielsweise für die Lunge bei Eingriffen im Brustkorb. Andere Schädigungen können bei Intubationen auftreten, wie etwa Beschädigungen des Gebisses, der Zunge oder Mandeln.
Eine sehr seltene, aber folgenreiche Komplikation von Operationen ist die maligne Hyperthermie. Angeborene Störungen des Calciumhaushaltes führen dazu, dass bestimmte Medikamente während der Operation einen Calciumeinstrom in die Muskelzellen auslösen. Das führt zu einem dramatisch erhöhten Energiestoffwechsel, bei dem der Körper durch überschießende Energiefreisetzung und Ansammlung von Stoffwechselendprodukten überwärmt. Das führt zu Schäden an Herz, Lunge, Nieren und Gehirn.

Hygiene im Krankenhaus
Bakterien, Viren und Pilze lauern überall beim Arzt oder im Krankenhaus. Es kommt oft vor, dass bei Operationen trotz antiseptischer Maßnahmen unerwünschte Keime in den Körper gelangen. Ist das Immunsystem des Patienten in Mitleidenschaft gezogen oder völlig ausgeschaltet (AIDS), kann schon eine leichte Grippe tödlich verlaufen.
Finden die Hygienemaßnahmen des RKI nicht ausreichende Beachtung, bekommt auch ein gesundes Immunsystem mit einem deutlichen Mehr an Keimen Probleme. Operationsbesteck muss nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt und sterilisiert werden. Die Funktionsfähigkeit der Sterilisationsanlagen muss in regelmäßigen Abständen überprüft werden.
Krankenhauskeime wie MRSA oder EHEC zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit den üblichen Antibiotika kaum in den Griff zu bekommen sind und für langwierige Infektionen sorgen.

Komplikationen bei der Behandlung im Krankenhaus
Bei vielen diagnostischen Verfahren und bei fast allen Therapien können Nebenwirkungen, Komplikationen und unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Sie sind zu den verbreitetsten Gefahren im Krankenhaus zu rechnen.

Unverträglichkeiten und Allergien.
Immer mehr Menschen vertragen immer weniger Lebensmittel, Medikamente oder sonstige Substanzen.
Kontrastmittel, die man beim Röntgen oder bei einer Computertomografie verwendet sind allergen: Es kann ein anaphylaktischer Schock auftreten.

Dekubitus
Wenn Patienten bettlägrig sind, drohen Druckgeschwüre. Ein solcher Dekubitus tritt vor allem am Po oder an den Fersen auf, weil durch dauerhaftes Liegen die Blutversorgung abgeschnitten wird. Daher müssen immobile Patienten spätestens alle zwei Stunden umgelagert werden. Das gilt auch für Patienten während einer OP, bei denen bei Nichtbeachtung schwere Verbrennungen im Gesäßbereich auftreten. Liegt ein immobiler Patient auf Station, ist ein Lagerungsplan zu erstellen, der dokumentationspflichtig ist.

Sturzrisiko
Viele Patienten sind nach einer Operation benebelt und wollen sich unbedingt bewegen. Das führt oft zu Stürzen.

Hohe medizinische Standards ändern das Problem nicht.

Die Ärzteschaft betont immer wieder, dass die Fehlerquote bei 20 Millionen Behandlungen im Jahr sehr niedrig ist und in Deutschland hohe Qualitätsstandards gelten. Das ist unbestritten.

Wachsender Behandlungsdruck
Dr. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer, führte dazu aus, dass die Ursachen für Behandlungsfehler komplex sein können. Ein Grund sei der stetig wachsende Behandlungsdruck in Kliniken und Praxen. Qualität hat ihren Preis – und deshalb brauchen wir auch eine ausreichende Finanzierung der Personalkosten.

Jeder vermeidbare Fehler ist einer zuviel.
Dem geschädigten Patienten ist es egal, ober der Fehler durch echte Nachlässigkeit oder durch Organisationsmängel (nicht genügend Zeit und Personal für eine ordnungsgemäße Diagnostik und Therapie) verursacht worden ist.

Schadensersatz und Schmerzensgeld
Im Schadensfall hat der Medizingeschädigte Anspruch auf eine Regulierung mit der Zahlung von angemessenem Schadensersatz und Schmerzensgeld für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Risiko Klinikaufenthalt

Klinikaufenthalte bergen für Patienten zum Teil enorme Risiken. Eine Umfrage beleuchtet die Hauptfehler:

Organisationsfehler am gefährlichsten
Am gefährlichsten für Patienten sind nicht Verwechslungen, OP-Fehler von  Chirurgen oder Infektionen durch MRSA- Keime, sondern Organisationsfehler: Nachlässigkeiten bei der Weitergabe von Information bei Aufnahme, Entlassung und Wechsel in andere Abteilungen.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 572 Krankenhäusern durch das Institut für Patientensicherheit der Universitätsklinik Bonn.

Medikamente, Diagnose und Therapie
Außerdem passieren oft Fehler bei der Gabe von Arzneimitteln, bei Diagnose und Therapie sowie in der Notfallaufnahme.
Die Gefahr, sich wegen schlechter Hygiene eine Infektion zuzuziehen, kommt an fünfter Stelle.

50 % aller Fehler sind vermeidbar!
Generell betreiben die Kliniken mehr Risikomanagement als früher. So erhöhte sich die Quote der Häuser, in denen es Patientenbefragungen gibt, seit 2010 von 47 auf 98 Prozent.
91 Prozent werten Schadensfälle aus. Vor fünf Jahren geschah dies nur in 79 Prozent der Kliniken.
Kritisiert wird, dass noch mehr dafür getan werden muss, dass Fehler gar nicht erst passieren.

Kliniken müssen gezwungen werden, mehr Pflegepersonal einzustellen

Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, betont, dass auch der Mangel an Pfegefachkräften inzwischen problematisch ist. Viele Krankenhäuser gehen nach dem Prinzip vor, dass Ärzte das Geld bringen und Pflegepersonal nur Geld kosten.
Der Ansatz der Politik, den Kliniken einfach nur mehr Geld für Pflegekräfte zu überweisen, ist falsch. „Die Krankenhäuser müssen gezwungen werden, mehr Pflegepersonal einzustellen“, sagte er.
Für bestimmte Abteilungen müssten auch bestimmte Pflegeschlüssel vorgeschrieben werden.

„Wir lieben den Kampf um Patientenrechte vor Gericht. Und wir hassen ihn. Er artet in Krieg aus.“

(Rechtsanwalt Jochen Beyerlin)

Rechtsanwälte Jochen und Elke Beyerlin,
Fachanwälte für Medizinrecht, Ravensburg

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