685 medizinische Begriffe in Mandantensprache erklärt

Unsere Mandanten kennen viele ihrer Rechte schon durch unsere Webseite, weil wir den meisten Begriffen typische Arztfehler zuordnen können. Unsere profundes medizinisches Fachwissen trifft auf unsere 25-jährige Expertise im Medizinrecht.

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Medizinerlatein Ade! Wir sprechen Mandant!

Derzeit haben wir - Fachanwälte für Medizinrecht seit 25 Jahren - 685 Medizinbegriffe für unsere Mandanten erklärt und die häufigsten Behandlungsfehler in fast jedem Punkt aufgelistet. Das geht quer durch alle Medizinbereiche von A (wie Abdominal-Lavage) bis Z (wie Zervixkarzinom)!

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Medizinrecht leicht verständlich

Inhaltliche Schwerpunkte dieser Webseite in einfachster Sprache erklärt.

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  • Zervixkarzinom
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Rechtsanwälte Jochen und Elke Beyerlin, Fachanwälte für Medizinrecht, Ravensburg

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I. Medizinersprache zum Krankheitsverlauf

 

akut schnell ausbrechende Erkrankungen vergleichsweise kurzer Dauer (3 bis 14 Tage).

apoplektiform schlagartig, ohne Vorankündigung einsetzend, z. B. der Schlaganfall

chronisch sich langsam entwickelnde oder lang andauernde Erkrankungen. Der Krankheitsverlauf erstreckt sich über mehr als vier Wochen.

exacerbiert Verschlechterung chronischer Krankheitsverläufe (z. B. Exacerbation COPD)

foudroyant blitzartig: z. B. Lungenembolie

infaust absehbar hoffnungsloser Krankheitsverläufe

intermittierend phasenhaft, v. a. im Zusammenhang mit Vorhofflimmern des Herzens oder Fieber

paroxysmal anfallsartig: innerhalb von Minuten eintretend (bestimmte Kopfschmerzen), innerhalb von Sekunden eintretend (epileptischer Anfall) oder blitzartig auftretend (bestimmte Gesichtsschmerzen)

perakut wird für sehr schnell auftretende und oft tödliche Krankheiten (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall) verwendet, die binnen 48 Stunden enden.

persistierend Krankheit oder ein Symptom in konstanter Ausprägung

progredient chronisch – progredient ist eine lang anhaltende oder bleibende Erkrankung, in deren Verlauf die Symptome zunehmen oder zusätzliche Symptome entstehen

progressiv (bzw. progredient) heißt „fortschreitend“, über einen längeren Zeitraum sich verschlimmernde Erkrankung

prolongiert sagt man im Falle einer überdurchschnittlich langen Krankheits- oder Symptomdauer

protrahiert in die Länge gezogen: zum Beispiel Verschleppung einer Infektionserkrankung bei unzureichender Behandlung

rezidivierend wiederholt auftretend, episodisch oder phasenhaft: mit vollständiger Genesung

schubförmig mit Defektheilung (wie bei der Multiplen Sklerose)

subakut wird für eine klinisch weniger heftige Symptomatik als akut, zeitlich zwischen akut und chronisch mit einer Dauer von zwei bis vier Wochen verwendet

subchronisch entspricht von der Dauer chronisch, aber mit geringer ausgebildeter Symptomatik

tardiv langsamer oder verzögerter Eintritt der Erkrankung

transitorisch vorübergehende Störung

zyklisch (oder: rhythmisch) wie bei Wechselfieberarten (Malaria)

II. Medizinersprache zu Symptomstärke und Schweregrad (Prognose)

 

aggraviert verschlimmert: durch andere Erkrankungen/Faktoren oder durch Übertreibung verschlimmerte Krankheitszustände

blande schwach ausgeprägte Symptome

fulminant (oder foudroyant) blitzartig: sehr schwere Krankheitsverläufe, die dazu auch noch besonders schnell voranschreiten

inapparent (oder asymptomatisch) heißt „nicht in Erscheinung tretend“ oder „ohne Symptome“ und wird für Erkrankungen ohne Krankheitszeichen verwendet (vergleiche Stille Feiung)

klinisch manifest Erkrankungen mit deutlichen Symptome

latent „schlummernde“ Erkrankung, bei der keine Krankheitserscheinungen auftreten. Latent-Infektionen können unter bestimmten Bedingungen (z. B. bei einem verminderten Immunstatus) jedoch klinisch manifest werden

letal tödlich. Verwendet für tödlich verlaufende Erkrankungen

remittiert (bzw. remittierend) Heilung bzw. rückläufige Beschwerden

subklinisch unterschwellig, nicht offensichtlich

oligosymptomatisch sehr wenige klinische Symptome

III. Medizinersprache zu Schädigungsmuster und Einwirkungsrichtung

abszedierend einschmelzend, einen Abszess bildend

aszendierend aufsteigend, z. B. Harnwegsinfekt in Richtung Nierenbecken

destruierend zerstörend, v. a. Knochenstrukturen

deszendierend absteigend, z. B. Etagenwechsel bei Entzündungen des Nasen-Rachen-Raumes, auch Seitenstrang-Angina

erosiv abnutzend – erosive Gastritis

generalisierend epileptische Anfälle, die im Verlauf auf das ganze Gehirn übergreifen

immobilisierend können akute Krankheitsbilder wie Rückenschmerz, aber auch chronische wie die rheumatoide Arthritis sein

infiltrierend auf anderes Gewebe übergreifen

konsumierend bei auszehrenden Erkrankungen mit so genannter B-Symptomatik wie bösartigen Krebsarten oder granulomatösen Krankheitsbildern wie Tuberkulose oder Morbus Wegener, Sarkoidose

nekrotisierend Gewebsuntergang verursachend

metastasierend Absiedelungen bildend

obstruierend (bzw. obstruktiv) verschließend

perforierend durchbrechend, durchbohrend

phlegmonös eitrig und sich diffus ausbreitend

septische septische Verläufe sind solche mit Übergang in einen Zustand allgemeiner Blutvergiftung

sklerosierend allgemein: verhärtend

stenosierend einengend

ulzerierend Geschwüre bildend

Medizinrecht

25 Jahre Patientenrecht
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