Schadensersatz nach einem Motorradunfall. Beweiserhebung

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Ein Motorradunfall führt in den meisten Fällen nicht zur zu Schäden an den beteiligten Fahrzeugen, sondern auch zu (schweren) Verletzungen.

  • Ein Verkehrsunfallprozess ist in vielen Fällen unumgänglich, um Schadensersatz für die entstandenen Schäden zu bekommen.

Unklarheiten und Widersprüche im Verkehrsunfallprozess

Kommt es zu einem Verkehrsunfallprozess, ist es nicht selten, dass Aussagen einander widersprechen oder Unklarheiten bestehen. Das Gericht muss die Widersprüche und Unklarheiten von Amts wegen aufklären.

  • Anderenfalls liegt ein Verfahrensverstoß vor (OLG München 12.06.2015, Az.: 10 U 3673/14).

Keine Aufklärung von Amts wegen – Zurückweisung der Berufung

Werden die Unklarheiten und Widersprüche in der ersten Instanz nicht von Amts wegen aufgeklärt, kann eine Zurückweisung der Berufung die Folge sein (OLG München 12.06.2015, Az.: 10 U 3673/14).

  • In diesem Fall entscheidet nicht das Berufungsgericht über den Fall, sondern das erstinstanzliche Gericht muss nach Aufklärung der Widersprüche und Unklarheiten erneut entscheiden.

Was muss der Kläger beweisen?

In einem Verkehrsunfallprozess reicht es für die Darlegungs- und Beweislast des Klägers in der Regel aus, wenn er behauptet,

  • sein Körper/seine Gesundheit und sein Fahrzeug wurden im Straßenverkehr durch das Fahrzeug des Schädigers verletzt beziehungsweise beschädigt (OLG München 12.06.2015, Az.: 10 U 3673/14).

"Nur wer seine Rechte kennt, kann sie erfolgreich einfordern".

(Jochen Beyerlin, Fachanwalt für Medizinrecht)

Rechtsanwälte Jochen und Elke Beyerlin, Fachanwälte für Medizinrecht, Ravensburg

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