Zukunftsschaden

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Dabei geht es immer um den Ersatz von Schäden, die erst in der Zukunft entstehen und heute noch nicht absehbar sind.
Man muss diese im Prozess feststellen lassen.
Das Feststellungsinteresse wird bejaht, wenn unklar ist, ob ein Schaden zu erwarten ist (BGH NJW 84, 1554) oder wenn sich der Schaden derzeit nicht beziffern lässt (BGH JZ 88, 978).
Für künftige immaterielle Ansprüche (Schmerzensgeld) genügt die bloße Möglichkeit, dass später bisher noch nicht erkennbare Leiden auftreten (BGH NJW 98, 160).
Die Darlegungspflicht des Klägers besteht nur darin, deutlich zu machen, dass spätere Folgeschäden eintreten können (OLG Hamm DAR 97, 58).
Ein Feststellungsinteresse liegt insbesondere vor, wenn bei möglichen Spätschäden Verjährung droht (BGH VersR 52, 210). Im Fall der drohenden Verjährung ließe sich das Feststellungsinteresse nur durch einen endgültigen oder zumindest unbefristeten Verzicht auf die Verjährungseinrede ausräumen (OLG Hamm MDR 98, 304).

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