Krankenhaus lebensbedrohlich? Patientenrechte lebenswichtig!

Unsere Seite „Was sind Patientenrechte“ klärt Sie in einem Überblick auf!

Krankenhaus macht krank?

Die AOK schlägt Alarm: Bei jeder 100. Krankenhausbehandlung passieren Fehler. Die Folge seien mehr Tote als im Straßenverkehr. Nun will die Krankenkasse genauere Daten vorlegen.
Zehntausende Patienten beschweren sich jedes Jahr wegen des Verdachts auf Ärzte- oder Behandlungsfehler. Die meisten Versicherten fühlen sich dabei in der Klinik falsch behandelt.
Die Risiken für Deutschlands Krankenhauspatienten wurden in einer Studie beleuchtet.

Behandlungsfehler sind an der Tagesordnung

2013 unterlaufen Ärzten 190.000 Behandlungsfehler
Der AOK-Krankenhausreport analysiert, welchen gesundheitlichen Gefahren Patienten ausgesetzt sind. Hintergrund ist laut AOK, dass etwa bei jeder 100. Behandlung ein Fehler passiert.
Das wären bei zuletzt rund 18,6 Millionen Klinikfällen pro Jahr knapp 190.000 Behandlungen mit Problemen.
Die Folgen könnten von gesundheitlichen Beschwerden bis zum Tod reichen. „So sterben jedes Jahr mehr Menschen durch Fehler im Krankenhaus als durch Unfälle im Straßenverkehr“, so die AOK.
Im vergangenen Jahr gab es nach einer vorläufigen Bilanz rund 3300 Verkehrstote.

Jeder dritte Verdacht gerechtfertigt

Allein der Medizinische Dienst der Krankenkassen kümmerte sich nach den jüngsten Zahlen 2012 um rund 8600 Vorwürfe von Patienten gegen Kliniken – und bestätigte fast jeden dritten Verdacht.
Insgesamt beanstanden nach Schätzungen rund 40.000 Versicherte pro Jahr ihre Behandlung bei Ärztestellen, Kassen oder direkt vor Gerichten.
Die Dunkelziffer gilt bei den Problemen im Klinikablauf als hoch.
Die Bandbreite reicht von Infektionen, die sich Kranke zusätzlich im Krankenhaus holen, über verkehrte Medikamente bis hin zu Einzelfällen von vergessenem OP-Material im Inneren des Patienten.
Ärztevertreter weisen immer wieder darauf hin, dass in der Regel nicht einfach Pfusch eines Arztes dahintersteckt. Organisationsmängel, mehr komplizierte Eingriffe, eng getakteten Schichten und auch der Mut vieler Operateure zum Risiko zählen zu den Ursachen.

Hohe Standards

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft unterstrich, die Sicherheitsstandards seien so hoch wie nie. „Sie können sich im internationalen Vergleich sehen lassen“, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Baum.
„Nie war die Bereitschaft der Krankenhäuser größer, Qualität und Sicherheit weiterzuentwickeln.“ Allerdings dürften die Kliniken bei der Finanzierung des Mehraufwands nicht alleingelassen werden.

Lange Wartezeiten für Kassenpatienten

Ärztepräsident will „Dringliche Überweisung“
Noch immer warten Kassenpatienten oft wochenlang auf einen Termin beim Facharzt. SPD und Union wollen das ändern, indem sie die Patienten in die Krankenhäuser schicken. Doch Ärztepräsident Montgomery hat einen Gegenvorschlag.
Die Bundesärztekammer hat die Einführung einer „Dringlichen Überweisung“ vorgeschlagen, damit Hausärzte ihre Kassenpatienten schnell zu einem Facharzt vermitteln können. So soll die im Koalitionsvertrag vereinbarte Termingarantie verhindert werden. Union und SPD wollen durchsetzen, dass Patienten in ein Krankenhaus gehen können, wenn sie nicht binnen vier Wochen einen Termin beim Facharzt erhalten.
Dies halte er für unsinnig, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, der „Rheinischen Post“. Bislang sei es ja schon so, dass die Hausärzte in dringenden Fällen bei der Vermittlung eines Fachkollegen helfen würden. Die geplante Termingarantie würde letztlich dazu führen, dass die weniger schweren Fälle ins Krankenhaus gingen, sagte Montgomery. Darauf aber seien die Kliniken nicht eingestellt.
„Wichtig ist, dass Termine beim Facharzt weiterhin aus medizinischen Gründen vergeben werden.“ Dafür könne man eine neue Form der dringlichen Überweisung schaffen. Wer dann ohne Überweisung seines Hausarztes einen Facharzttermin wünsche, müsse unter Umständen etwas länger warten.

Nach vier Wochen in die Klinik

Schwarz-Rot plant laut Koalitionsvertrag, dass Kassenpatienten, die nicht binnen vier Wochen einen Facharzttermin erhalten, in einer Klinik versorgt werden sollen.
Hintergrund ist, dass Kassenpatienten häufig länger auf einen Termin warten müssen als Privatpatienten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sollen für die Organisation der Terminvergabe verantwortlich sein.

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