Hämaturie

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Unter einer Hämaturie versteht man das Vorkommen von Erythrozyten oder Blut im Urin. Sie ist abzugrenzen von der Hämoglobinurie oder Blut im Urin, bei der keine Erythrozyten oder rote Blutkörper, sondern Ausscheidung von roten Blutkörperchen auch als Hämoglobin bekannt, im Urin auftritt.
Die Struktur der Erythrozyten bei der mikroskopischen Untersuchung des Urinsediments kann Hinweise auf die Ursache der Hämaturie geben. Liegen der Blutung glomerulären Ursachen zugrunde, finden sich in der Regel überwiegend dysmorphe Erythrozyten oder fehlerhaft gestaltete rote Blutkörperchen, die Ausdruck einer Zelldeformierung in der Niere sind, z.B. Anulozyten die eine helle Gestaltung aufweisen oder Akanthozyten die man als spitze irreguläre Ausziehungen des Zellkörpers sieht.
Eine Hämaturie ist ein Warnsignal, das immer diagnostisch abgeklärt werden sollte.

Wenn durch den behandelnden Arzt nicht die notwendigen miskroskopischen
Untersuchungen durchgeführt werden, ist das ein Behandlungsfehler.
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