Operation Kopie

Behandlungsfehler von Kopf, Hals, Schädel, Gehirn, Gesicht, Augen, HNO, Mund und Kiefer.

Sehr geehrte Interessentin, sehr geehrter Interessent,

wir haben häufige Behandlungsfehler in der Kopf- und Gesichtschirurgie hier aufgelistet und erklärt.
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Dann schauen Sie bitte rechts in unsere Stichwortsuche.
Fehlt Ihnen auch dort noch eine Information, bitte unverbindlich anrufen: 0751 3529735

Wir sind Fachanwälte für Medizinrecht und seit 19 Jahren auf Patientenseite.
Hier erklären wir Ihnen unsere Arbeitsweise.

Hals, Nase, Ohr (HNO)

1. Abstehende Ohren
Der Korrektureingriff zählt zu den 15 häufigsten Schönheits-OPs. Es besteht die Gefahr, dass sich die OP-Wunde infiziert und nicht richtig heilt. Bei Kindern bilden sich außerdem manchmal überschießende Narben.

2. Intubation
Bei dieser Standardmethode (Goldstandard) der Atemwegssicherung wird eine Hohlsonde wird in eine natürliche Körperhöhle eingeführt.
Eine gefährliche Komplikation ist die Fehlintubation des Ösophagus (Speiseröhre), die, wird sie nicht rechtzeitig entdeckt, tödlich endet: Statt der Lunge wird der Magen beatmet, der Patient erstickt.
Eine gefürchtete Komplikation ist auch die sogenannte Aspiration. Bei Patienten mit normalen Atemwegen und erhöhtem Aspirationsrisiko wird eine sogenannte RSI (Rapid Sequence Induction) durchgeführt.
Als weitere Gefahr besteht die Verletzung der Stimmbänder.

3. Stimmbandschädigung
Die Rekurrensparese ist der medizinische Begriff für eine Schädigung des Rekurrensnervs Nervus laryngeus recurrens, der die Bewegungsanweisungen für die inneren Kehlkopfmuskeln vom Gehirn zum Kehlkopf leitet – und somit für die Stimmgebung und Atmung wichtig ist.
Oft wird eine Rekurrensparese durch einen Behandlungsfehler verursacht: direkte Verletzungen des Halses oder Druck auf Nervenstränge entstehen oft durch einen Beatmungsschlauch.

4. Mandeloperation
Die vollständige chirurgische Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillektomie) ist einer der am häufigsten durchgeführten Operation im HNO-Bereich.
Die häufigste Komplikation nach einer Tonsillektomie ist die Nachblutung. Bei stärkeren Blutungen muss eine operative Blutstillung vorgenommen werden.
Deshalb müssen Patienten etwa eine Woche stationär bleiben.

Auge

1. LASIK
Der „Laser-in-situ-Keratomileusis“ (LASIK) korrigiert optische Fehlsichtigkeiten.
Er kann unter Abwägung der Vor- und Nachteile sowie der bestehenden Risiken eine Alternative zu Brille oder Kontaktlinse darstellen.
Der Eingriff ist die derzeit verbreitetste Methode innerhalb der refraktiven Chirurgie.
Ein ernstes Risiko besteht in der strukturellen Schwächung der Hornhaut nach dem Gewebsabtrag.
Diese Schwächung und der ständig auf die Hornhaut einwirkende Augeninnendruck können zu einer Vorwölbung der Hornhaut führen (Keratektasie).
Das Risiko dafür steigt mit abnehmender Restdicke der Hornhaut nach der Behandlung.
Als Mindestwert für die Restdicke gelten 250 µm.

2. Grauer Star
Als grauer Star (siehe auch Kataraktoperation) werden Linsentrübungen bezeichnet, die das Sehen beeinträchtigen.
Die trübe Linse wird operativ durch eine Kunstlinse (Intraokularlinse = IOL) ersetzt.
600.000 operierte Augen pro Jahr – einer der häufigsten Eingriffe in Deutschland.
Häufigster Behandlungsfehler: Schäden an der Hinterkapsel der Augenlinse mit möglicher Dauer-Beeinträchtigung.
300 OPs unter Aufsicht fordert der Deutsche Augenarztverband, bevor ein Operateur eigenverantwortlich einen Grauen Star operieren darf.
Infektionen des Auges beispielsweise kommen vor. Es sind Blutungen möglich, die Linsenkapsel kann einreißen, der Glaskörper vorfallen und die Netzhaut quasi mitziehen, sodass sie sich ablöst.

3. Grüner Star
Das Glaukom bezeichnet eine Reihe von Augenerkrankungen, die einen Verlust von Nervenfasern zur Folge haben.
Werden glaukomtypische Schäden am Sehnerv festgestellt, muss eine dauerhafte Augendrucksenkung erfolgen. Dadurch wird eine Schädigung des Sehnervs wegen chronischer Überschreitung eines kritischen Augeninnendrucks verhindert. Der wird durch engmaschige Kontrollen individuell bestimmt.
Eine ordnungsgemäße Sicherungsaufklärung des Arztes muss voraus gehen.

4. Endophtalmitis
Diese sehr ernste Infektion im Auge kann zur Erblindung oder sogar zum Verlust des gesamten Auges nach sich ziehen. Sie ist immer ein absoluter Notfall und muß innerhalb von drei Stunden (!) operiert werden.
Sonst liegt ein grober Behandlungsfehler vor.

5. Augen-Fehlstellung
Fehlentwicklungen der Sehfunktion eines oder beider Augen bei Säuglingen und Kleinkindern müssen so früh wie möglich erkannt und behandelt werden.
Ansonsten besteht die Gefahr einer einseitigen oder auch beidäugigen Sehschwäche mit oder auch ohne äusserlich erkennbarer Schielstellung beider Augen des Kindes.
Jedes Schielen eines Kindes ab einem Alter von 3-4 Monaten ist ein Symptom für verschiedene ernst zu nehmende Augenkrankheiten und ein Leitsymptom für das gefährliche Retinoblastom.
Es ist ein grober Behandlungsfehler, dieses nicht zunächst auszuschließen.

6. Augenoperationen
Sie kommen in vielerlei Gestalt vor, z.B. Kataraktoperation, Glaukom-Operation, Hornhaut-Operation, Glaskörper- und Netzhaut-Operation, Refraktive Chirurgie, Augenlid-Operation, Tränenwegs-Operation oder Augenmuskeloperation.
Fehler bei Augenoperationen bedeuten eine starke Beeinträchtigung im Alltag!

7. Netzhauterkrankungen
Sie werden oft verwechselt, verharmlost und zu spät erkannt.
Sehstörungen können auf diabetische Neuropathie ebenso deuten wie auf eine diabetische Retinopathie (Netzhauterkrankung mit Netzhautblutungen, Netzhautödem mit Sehschärfeverlust und Gefäßneubildungen auf und vor der Netzhaut).
Eine mit Diabetes zusammen hängende Retinopathie muss sofort mit Laserflächenkoagulationen und Retinokryokoagulationen (zur Blutungsstillung) behandelt werden: Die Verbindung von Diabetes zu Netzhauterkrankungen bzw. zu diabetischer Retinopathie kann zu Sehschwäche und Erblindung führen.
Bei Schielen eines Kindes ab einem Alter von 3-4 Monaten muss der Kinderarzt sofort ein Retinoblastom, also den bösartigen Netzhauttumor, ausschließen.
„Abwarten“ ist hier wie dort als grober Behandlungsfehler anerkannt.

8. Erblindung
Unter Blindheit versteht man die ausgeprägteste Form einer Sehbehinderung mit gänzlich fehlendem oder nur äußerst gering vorhandenem visuellen Wahrnehmungsvermögen eines oder beider Augen.
Sie ist die schlimmste Folge eines Behandlungsfehlers bei einer Augenoperation, z.B. bei grauer Star oder Endophtalmitis.

Kopf

1. Schlaganfall
Der Gehirnschlag („zerebraler Insult“ oder auch „Apoplex“ bezeichnet den
plötzlichen Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems.
Er führt zu Störungen der Blutversorgung des Gehirns. Schlaganfallpatienten, auch Verdachtsfälle, müssen unverzüglich ärztlich untersucht werden.
Die sogenannte „Time-to-needle“ (Zeitspanne, innerhalb derer eine etwaige Lysetherapie begonnen sein muss) liegt bei 4.5 Stunden nach dem Schlaganfall.
Sofortiger Notfalltransport mit Rettungswagen, eventuell mit Notarzt, am besten in stroke unit (spezialisierte Abteilungen für Schlaganfall-Behandlung) ist Pflicht.
Alles andere ist ein grober Behandlungsfehler.

2. Alkoholisierung
Patienten unter Alkoholeinfluss werden oft falsch behandelt, weil die Alkoholfolgen andere, bedrohliche Symptome überdecken.

3. Enzephalitis
Diese Entzündung des Gehirns ist meist infektiös bedingt. Sie wird hervorgerufen durch Viren oder – seltener – durch Bakterien.
Sie kann auch als Autoimmunerkrankung auftreten (Multiple Sklerose).
Sind auch die Hirnhäute mit betroffen, spricht man von einer Meningoenzephalitis. Bei Beteiligung des Rückenmarks spricht man von einer Enzephalomyelitis.
Eine leichte Gehirnentzündung im Rahmen einer Grippe wird häufig nicht einmal bemerkt.
Es kann für längere Zeit zu Lähmungen und Sprachstörungen kommen.
In schlimmen Fällen sind geistige Behinderung und autismus-ähnliche Verhaltensstörungen möglich.

4. Gehirntumor
Sehbeschwerden können einen Gehirntumor anzeigen. Eine sofortige Ultraschalluntersuchung des Gehirns ist notwendig, um einen evtl. Hirntumor auszuschließen.
Eine fehlerhaft durchgeführte Computertomografie kann dazu führen, dass der Tumor unzureichend behandelt wird.

5. TIA
Die „Transitorische ischämische Attacke“ ist eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Sie ruft neurologische Ausfallserscheinungen (Lähmungen, Sprach-, Sprech- und Sehstörungen) hervor, die sich innerhalb von 24 Stunden vollständig zurückbilden.
Bildet sich die Symptomatik nicht vollständig zurück, so handelt es sich definitionsgemäß um einen ischämischen Schlaganfall.
Im Akutstadium (solange die Symptome noch bestehen) kann zwischen einer TIA und einem Schlaganfall nicht unterschieden werden.
Die Akutbehandlung muss sich deshalb am Vorgehen beim Schlaganfall orientieren, insbesondere ist eine rasche Diagnose zwingend – und schwierig, weil die Symptome im Krankenhaus schon abgeklungen sind.
MRT mit Diffusionsgewichtung (50 % Sensitivität) stellt die beste Untersuchung dar.

6. Alzheimer
Morbus Alzheimer ist eine neurodegenerative Erkrankung, die für ungefähr 60 Prozent der weltweit etwa 24 Millionen Demenzerkrankungen verantwortlich ist.
Als Risikofaktoren gelten ein vorangegangenes Schädel-Hirn-Trauma, Stoffwechselerkrankungen – Insulinresistenz und Hyperinsulinämie, Diabetes und hohe Cholesterin-Werte sowie Erkrankungen des kardiovaskulären Systems – Bluthochdruck und ein erlittener Schlaganfall.
Damit ist er eine Folge von Behandlungsfehlern, wenn obige Krankheiten nicht richtig behandelt werden.

7. Enzephalitis
= Entzündung des Gehirns.
Sie ist meist infektiös bedingt, hervorgerufen durch Viren oder – seltener – durch Bakterien und kann auch als Autoimmunerkrankung auftreten (Multiple Sklerose).
Sind auch die Hirnhäute mit betroffen, spricht man von einer Meningoenzephalitis. Bei Beteiligung des Rückenmarks spricht man von einer Enzephalomyelitis.
Eine leichte Gehirnentzündung im Rahmen einer Grippe wird häufig nicht einmal bemerkt.
Es kann für längere Zeit zu Lähmungen und Sprachstörungen kommen.
In schlimmen Fällen sind geistige Behinderung und autismus-ähnliche Verhaltensstörungen möglich.

Zahn

1. Amalgam
Während Schwangerschaft und Stillzeit sowie am Milchgebiss sollte Amalgam wegen der Schwermetallbelastung nicht mehr angewendet werden.
Amalgame dürfen nicht verwendet werden für Wurzelfüllungen, unter Kronen oder Brücken, als Verschlussmaterial für Kronen oder bei eingeschränkter Nierenfunktion.

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