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Behandlungsfehler an Schulter, Arm, Hand, Schlüsselbein, Schulter, Oberarm, Ellenbogen und Unterarm

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Hier sind unsere Strategien zum Thema Schmerzensgeld und Schadenersatz.

Arm

1. Unterarmfraktur
Der handnahe Bruch der Speiche (sogenannte distale Radiusfraktur) ist der häufigste Bruch im Erwachsenenalter.
Er macht bis zu 25 Prozent aller Knochenbrüche aus.
Der Bruch lässt sich eindeutig über eine Röntgenuntersuchung diagnostizieren.
Es müssen aber stets mindestens zwei Aufnahmen aus unterschiedlichen Richtungen angefertigt werden, um den Bruch hinsichtlich der Fehlstellung, der Anzahl der Fragmente und einer möglichen Gelenkbeteiligung sicher einordnen zu können. Weitere Untersuchungen wie Computertomografie (CT) oder Kernspintomografie (MRT) sind oft notwendig.

2. Oberarmfraktur
Als Oberarmbruch (Humerus-Fraktur) bezeichnet man eine Fraktur des Oberarmknochens. Häufig ist dabei die Region um den Oberarmkopf betroffen.
Bei einem unkomplizierten Oberarmbruch lässt sich eine Operation in vielen Fällen vermeiden, in denen die Bruchstücke nicht gegeneinander verschoben sind.
Kinder, die unter einer geburtstraumatischen Fraktur des Oberarms leiden, nehmen häufig eine Schonhaltung ein.
Diese wird gelegentlich als Plexusparese (Lähmung) fehlgedeutet. Überprüfen lässt sich dies durch einen Bewegungstest.

3. Luxation
Verrenkung und Auskugeln bedeuten einen vollständigen oder unvollständigen (Subluxation) Kontaktverlust gelenkbildender Knochenenden. Als luxierter Knochen wird immer der körperfernere Knochen bezeichnet.
Eine Luxation stellt grundsätzlich eine schwere Schädigung eines Gelenkes dar.
Beweisend sind Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen, wobei seltene Formen (wie die hintere Schulterluxation) und kindliche Luxationen auch dabei schwer zu erkennen sind.
Dann helfen Computertomografie (CT), Kernspintomografie (MRT) oder Arthrografie (besondere Röntgentechnik mit Einbringen eines Kontrastmittels in das Gelenk).
Bei Kindern sind Luxationen im Ultraschall gut darstellbar.
Bei der traumatischen Luxation ist eine umgehende Reposition (Einrenkung) erforderlich.
Diese sollte immer schonend und nicht brüsk oder mit großer Kraft erfolgen, da ansonsten die Gefahr von Nerven- und Gefäßschäden sowie Verletzungen des Gelenkes resultieren können.

4. Plexusparese
= Periphere Lähmungen (Paresen) einzelner Gliedmaßen bzw. Gliedmaßenabschnitte, die durch die Schädigung eines Nervengeflechts (Plexus) bedingt sind.
Bei der kindlichen Plexusparese, auch geburtstraumatische oder infantile Armlähmung handelt es sich um eine Verletzung des Armnervengeflechtes (Plexus brachialis) unter der Geburt.
Sie führt zu einer Störung der Armbewegung und -sensibilität. Je nach Anzahl der beteiligten Nervenwurzeln und der Schwere der Schädigung ist die Ausprägung der Lähmung umfangreich und langanhaltend.
Bei schweren Verletzungen kommt es zu einer dauerhaften Einschränkung der Beweglichkeit des Armes, zu bleibenden Gefühlsstörungen, zu einem veränderten Wachstum der Extremität und zu einer eingeschränkten Gebrauchsfähigkeit.

Hand

1.Handgelenkfraktur
Häufigster Knochenbruch, i.d.R. in Form der distalen Radiusfraktur.
Unverschobene Knochenbrüche werden beim Erwachsenen einfach eingegipst. Durch den Gipsverband wird der Knochen ruhig gestellt und kann ausheilen. Die Gipsruhigstellung dient auch der Verminderung des Schmerzes.
Verschobene Brüche müssen eingerichtet werden. Durch Zug und Druck in örtlicher Betäubung oder Narkose wird der ursprüngliche anatomische Zustand wieder hergestellt. Der Fachbegriff hierfür lautet Reposition.
Eine folgenschwere Komplikation stellt die so genannte Reflexdystrophie (Morbus Sudeck) dar.

Schlüsselbein

1. Schlüsselbeinbruch
Eine Operation ist normalerweise nicht indiziert. Eine konservative Behandlung durch Rucksackverband oder Schlinge reicht oft aus.
Eine Pseudoarthrose kann eine Folge lateraler Fraktur sein, die bei Schmerzen zu einer sekundären Operation führt. Bei deutlicher Knochen-Verschiebung und bei Trümmerbrüchen wird meistens operiert.
Verkürzung der Schlüsselbeinlänge sowie Kallusbildungen und Fehlstellungen können auf Behandlungsfehler hinweisen.
Schlechte Dokumentation, unzureichende Befunderhebung sowie Verzicht auf voroperative Röntgendiagnostik führen regelmäßig zu hohen Schadenersatzforderungen.

Schulter

1. Schulterdystokie
Die Schulterdystokie ist ein unvorhersehbarer geburtshilflicher Notfall, der nach der Geburt des Kopfes die vollständige Entwicklung des Kindes erschwert. Sie erfordert sofortiges Handeln, da es fast zeitgleich zu einer kindlichen Hypoxie (Sauerstoffmangel) kommt.
Beim tiefen und hohen Schultergeradstand = (Das Kind bleibt hinter dem Schambein „hängen“) ist der hauptsächliche Arztfehler, Druck von vorn und von oben auszuüben, um die Geburt zu beschleunigen

2. Rotatorenmanschettenruptur
Die Rotatorenmanschettenruptur (Rotatorenmanschettenriss) ist eine Verletzung der Schulter. Der Riss betrifft eine oder mehrere Sehnen der vier Muskeln, die die sogenannte Rotatorenmanschette bilden.
Operative Wiederherstellungen degenerativ geschädigter Rotatorenmanschetten werden von einer erheblichen Anzahl an Komplikationen begleitet, wie z.B. Fortdauer von Schmerzen, Re-Rupturen kommen, Restdefekte oder heterotope Ossifikationen (Verknöcherung von Muskeln und Weichteilen).

3. Tossy III / Rockwood
Die Schultereckgelenksprengung (AKG-Sprengung) wurde früher nach Tossy in drei Schweregrade eingeteilt: Tossy I, II und III. Heute erfolgt die Einteilung nach Rockwood.
Bei der Schultereckgelenksprengung besteht z.B. ein grober Behandlungsfehler, wenn die Bohrung für die einzubringende Schraube zu nahe am Gelenk liegt und wenn der Operateur Röntgenaufnahmen zur Überprüfung der Bohrung während der OP unterlässt. (OLG Hamm, Urteil vom 18.02.2014, Az.: 26 U 152/13).

4. Schulterluxation
Unter einer Schulterluxation oder Schultergelenkluxation versteht man eine Ausrenkung (Luxation) des Schultergelenks.
Die Therapie erfolgt nach dem Ausschluss von Knochenbrüchen mittels Röntgenbildern durch eine Reposition. Eine operative Therapie kann bei Komplikationen und wiederholten Luxationen notwendig werden.

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