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Behandlungsfehler bei Rücken- Wirbelsäulen und Nervenschädigungen

Sehr geehrte Interessentin, sehr geehrter Interessent,

wir haben häufige Behandlungsfehler bei Rücken- Wirbelsäulen und Nervenschädigungen hier aufgelistet und erklärt.
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Wir sind Fachanwälte für Medizinrecht und seit 19 Jahren auf Patientenseite.
Lesen Sie viele Details über Ihre Rechte als Patient!

Rücken

1. Bandscheibenoperation
60 % aller Bandscheibenoperationen sind unnötig; besser wäre in vielen Fällen konservative Behandlung.
Holen Sie immer eine Zweitmeinung ein!
Oft sind Schrauben falsch positioniert; der Wirbelkörperbogen bricht ab. Sofortige Korrekturen können einen Dauerschaden verhindern helfen.

2. Bandscheibenvorfall
Deutet das klinische Bild auf einen massiven, bei konservativem Vorgehen möglicherweise irreversiblen Schaden, ist die Operation eines Bandscheibenvorfalls dringend indiziert.
Unterbleibt die Aufklärung des Patienten, ist davon auszugehen, dass er sich operieren lassen hätte.
Werden Bandscheibenteile, die in den Spinalkanal eingedrungen sind, nicht entfernt, liegt darin ein grober Behandlungsfehler.
180.000 Euro Schmerzensgeld bei weitreichenden Lähmungserscheinungen der unteren Körperteile mit Sexualstörungen und depressiven Verstimmungen sind angemessen (OLG Koblenz, 29.10.2009).

3. Postnukleotomie-Syndrom
Das sogenannte Postnukleotomie-Syndrom bezeichnet Funktionseinschränkungen und Schmerzen, die durch einen chirurgischen Eingriff entstehen können.
In einigen Fällen kann es im Rahmen eines Bandscheibenvorfalls dazu kommen, dass eine Operation notwendig ist, da andernfalls irreparable Nervenschädigungen drohen, die Lähmungen mit sich bringen würden.
Für die Entstehung des Postnukleotomie-Syndroms gibt es viele mögliche Ursachen, z.B. falsche Operations-Indikation, Operation in falscher Wirbelsäulenhöhe, ungenügende Bandscheibenentlastung, Entzündung nach der Operation.

4. Nervenquetschung
Das Cauda-Syndrom ist ein Notfall. Er tritt auf in Folge eines schweren Bandscheibenvorfalls, durch intraspinale Tumore, durch Veränderungen bei Spina bifida und nach Operationen.
Sofortiger neuro-chirurgischer Eingrif ist notwendig, um die Nerven möglichst schnell wieder zu dekomprieren.
Gelingt dies nicht innerhalb der ersten Stunden nach Auftreten der Beschwerden, ist mit einer dauerhaften Nervschädigung zu rechnen.
Erste Symptome eines Cauda-equina-Syndroms werden oft übersehen (Blasen-, Darmentleerungsstörungen sowie Gefühlsstörungen in den Beinen und im Genitalbereich).

5. Kyphoplastie
Die Kyphoplastie ist ein Behandlungsverfahren bei Wirbelbrüchen.
Gebrochene Wirbel sind häufig in sich zusammengestaucht.
Bei der Kyphoplastie richtet der Arzt den Wirbel wieder auf, indem er über eine Kanüle einen Ballon direkt ins Wirbelinnere einbringt und dann mit Zement befüllt.
Der Zement härtet aus und stabilisiert den Wirbel.
Da für die Kyphoplastie keine große Operation nötig ist, zählt sie zu den sog. minimal-invasiven Verfahren.

6. Spondylodese
Die operative Versteifung der Wirbelsäule kann teilweise oder komplett durchgeführt werden. Wirbel werden über Platten und Schrauben miteinander verbunden, um die Stabilität der Wirnbelsäule (etwa bei Berstungsbruch nach Sturz aus großer Höhe) zu erhalten und wichtige Strukturen zu schützen.
Sie ist nicht rückgängig zu machen und gilt als letzte Lösung.
Ausführliche Röntgenuntersuchungen – auch während der OP selbst – sowie MRT sind unabdingbar.
Unerfahrene Operateure könenn die Wirbelsäule bzw. Nervenbahnen des Rückenmarks verletzen; alle innen liegenden Organe können davon beeinträchtigt werden.
siehe auch Gelenkversteifung.

7. Spondylolisthesis
Durch diese Instabilität der Wirbelsäule (umgangssprachlich „Wirbelgleiten“) gleitet das obere Teilstück der Wirbelsäule über den darunter liegenden Wirbelkörpern nach vorn.
Nerven können dadurch im Spinalkanal eingeklemmt und gedehnt werden. Dies kann Nervenschäden verursachen und zum Funktionsausfall eines Nervs führen.
Lähmungen von Beinen, Blase und Mastdarm können die Folge sein.
Gleichzeitig verschleißen Bandscheibe (Bandscheibenvorfall) sowie Wirbelgelenk (Spondylarthrose) im entsprechenden Segment übermäßig, was teils starke Schmerzen verursacht.
Zusätzliche Röntgenbilder (im Stehen, in Vorbeugung und in Rückneigung) sowie CT und MRT sind unverzichtbar.
Wegen der unklaren Studienlage sollte zunächst nicht operativ vorgegangen werden!!

8. Morbus Scheuermann
Diese Wachstumsstörung der jugendlichen Wirbelsäule führt unbehandelt zu einer schmerzhaften Fehlhaltung.
Die Operation (Spondylodese) erfolgt durch ventrale Entfernung der verschlissenen Bandscheiben, Einfügen von Knochensegmenten aus dem Beckenkamm oder den Rippen statt der Bandscheiben, Aufrichtung durch Entfernung von dorsalen Knochenkeilen (Osteotomie) und Fixation durch Stabimplantate (Fixateur interne) aus Titan oder Edelstahl, die mit Pedikelschrauben in den Wirbelkörpern verankert werden.
Häufig besteht aber keine [Indikation!

Nerven

1. Cauda-Syndrom
= Nervenquetschung.
Dieser Notfall tritt auf in Folge eines schweren Bandscheibenvorfalls, durch intraspinale Tumore, durch Veränderungen bei Spina bifida und nach Operationen.
Sofortiger neuro-chirurgischer Eingrif ist notwendig, um die Nerven möglichst schnell wieder zu dekomprieren.
Gelingt dies nicht innerhalb der ersten Stunden nach Auftreten der Beschwerden, ist mit einer dauerhaften Nervschädigung zu rechnen.
Erste Symptome eines Cauda-equina-Syndroms werden oft übersehen (Blasen-, Darmentleerungsstörungen sowie Gefühlsstörungen in den Beinen und im Genitalbereich).

2. Multiple Sklerose
= Chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der die äußere Schicht der Nervenfasern im zentralen Nervensystem (ZNS) angegriffen sind.
Die Ursache ist noch nicht geklärt.
Für die medikamentöse Langzeittherapie der MS sind derzeit drei Beta-Interferone zugelassen.
Alle anderen Medikamente sind noch in der Erbrobung und Prüfung.
Aufklärung, besonders über Neulandmethoden ist hier das A & O.

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